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Körperliebe

Gerade habe ich das Gefühl, ich würde mir nur Klopper-Themen aussuchen. Ich bin in dieser Thematik definitiv keine Expertin. Weder in Sachen Selbstliebe, die wahrscheinlich die Grundlage für die Liebe zum eigenen Körper ist, noch darin, mein kostbares Haus indem ich wohne, stetig verantwortungsbewusst zu hegen und zu pflegen. Es gestaltet sich für mich als äußerst schwierig, die Dinge, von denen ich eigentlich weiß, dass sie mir gut täten, auch konsequent anzuwenden oder einzufordern. Wenn es dir ähnlich geht, dann darfst du dich aus meiner Sicht glücklich schätzen, denn es bedeutet, dass du die Chance hast, zu hinterfragen welche Werte du leben möchtest und welche Grenzen und Bedürfnisse du hast. Wahrscheinlich wirst du diesen Artikel nicht lesen, wenn du ein paar Wochen alt und noch total mit dir verbunden bist. Schade, du könntest uns wertvolle Ratschläge geben. Aus meiner Sicht ist es hinfällig, darüber zu sprechen, was wir tun, wenn wir unseren Körper lieben. Das sei jedem einigermaßen klar: Wir verwöhnen ihn mit guter Nahrung, bewegen uns regelmäßig, vergleichen uns weniger und sind mit unserer Bestückung zufrieden. Wir leben im besten Fall erfüllte Beziehungen und Sexualität und strahlen über alle vier braungebrannten Bäckchen. Hinsichtlich der „guten Ernährung“ mag es unterschiedliche Meinungen geben – plant based oder Paleo, oder weiß der Kuckuck. Unzählig viele Regeln um effektiv zu trainieren und Beziehungs- oder Sex-Ratgeber wie Sand am Meer. Doch wenn wir uns selbst und unsere Körper wirklich lieben könnten! Dann würden wir vermutlich auch das tun, was uns und unserem Umfeld wirklich gut täte. Liebe ist glaube ich das größte Wort, dass ich kenne. Ich verneige mich tief vor seiner Bedeutung und meine, nur im Ansatz zu begreifen, was es bedeutet, zu lieben. Deswegen wirst du in diesem Artikel auch kein Geheimrezept für Körperliebe finden, sondern eine schnittige und humorvolle Auseinandersetzung damit, was es heißt in einem Körper zu wohnen und echten Killer-Saboteuren, die der Liebeserklärung an unsere Körper heimtückisch im Wege stehen können.

Wie immer sei hier kurz erwähnt, dass dieser Artikel durch meine subjektiven Erfahrungen  eingefärbt ist, die niemals für alle Menschen gleichermaßen gelten können.

Körpersprache und Deutung

Mein Körper ist ein Bühnenfeld. Er geht in Resonanz mit allem, was im Außen und im Innen ist. Er spiegelt meine Emotionen und die der Anderen. Seine Sprache ist: Anspannung, Wohlgefühl, Weite, Enge, Druck, Müdigkeit, Schmerz uvm. Mein Körper reagiert in Echtzeit auf innere und äußere Umstände. Entweder hört sich das für dich gerade total abgehoben an, oder du verstehst genau, was ich meine. Mein Körper reagiert. Auch wenn ich nicht immer weiß, warum. Wenn ich Körper beobachte, dann fällt mir ziemlich schnell auf, dass jeder seinen ganz individuell wahrnehmen mag. Wir alle schenken den Häusern, in denen wir wohnen eine ganz eigene Bedeutung. Sie entwickelt sich durch unsere Erfahrungen und ist Teil unserer individuellen Beschaffenheit. Manche Körper reagieren stark auf Ambivalenzen und vernachlässigte Bedürfnisse, andere weniger. Oder aber, wir sprechen hier über unterschiedliche Wahrnehmungen, die auch geschärft werden können. Darüber erlaube ich mir kein Urteil. Wir Menschen können schwer in Schubladen gepackt werden. Alles, was wir je in unserem Leben bewusst oder unbewusst darüber gelernt haben, was „Körper“ bedeuten und wie „man“ mit ihnen umgeht beeinflusst unsere heutige Wahrnehmung. Darunter fallen Themen wie: Kategorisieren in „dick“, „dünn“, „groß“, „klein“, Bewertungen körperlicher Symptome, Umgang mit der Körperpflege, Trösten mit Essen, was Körper brauchen, um sich wohl zu fühlen, Sensibilität uvm

Unterschiedliche Beschaffenheiten sind die eine Seite. Das andere Paar Schuhe bildet sich heraus indem wir, meist zuerst von unseren Eltern, lernen wie wir mit unserer Beschaffenheit umgehen. Wie deuten wir Symptome unseres Körpers? Haben wir einmal wieder Sodbrennen, weil wir etwas falsches gegessen haben, oder stößt uns etwas im übertragenden Sinne sauer auf? Diese Art von Fragen kann jeder nur für sich beantworten. Ich möchte dazu ermutigen, Etikettierungen, wie „ich habe eine Unverträglichkeit“ etwas offener zu begegnen. Medizinische Diagnosen möchte ich nicht revidieren, sondern für mich persönlich in einem ganzheitlichen Kontext betrachten.

Ich habe das Glück in einem Körper zu wohnen, der extrem stark „spricht“. Das empfand ich lange Zeit als Fluch und erkenne nun langsam den Segen darin. Denn wenn ich auf meinen Körper höre, dann habe ich die Chance zu erfahren, was gerade tatsächlich die Entsprechung in meinem Inneren zum Außen ist. Offen für diese Erfahrung zu sein, ist schwer und manchmal schmerzhaft, jedoch ist es für mich inzwischen der einzig gangbare Weg, um ehrlich mit mir zu sein und gesunde, liebevolle Beziehungen zu pflegen.

Entfremdung

Mein Körper hat einen anderen Takt, einen anderen Tonus, als der, den ich als vorherrschend in meiner Umgebung und im Weltgeschehen wahrnehme. Lange Zeit dachte ich, mit mir würde etwas gehörig nicht stimmen, weil ich meinen damaligen Arbeitsalltag der überwiegend aus Sitzen, Verkaufen und Bildschirmarbeit bestand, von Anfang an wahnsinnig anstrengend fand. Heute erkenne ich an, was für einen Job ich geleistet habe, ganze sieben Jahre darin zu verharren.

Die digitalisierte Leistungsgesellschaft lässt meinen Körper streiken. Und damit bin ich offensichtlich nicht allein: Erzielte Gewinnmaximierung übt Druck auf Mitarbeiter aus, Vieles wird immer schneller und einfacher verfügbar, was uns den ganzen Tag über zwingt „mini Entscheidungen“ zu treffen, wir kommunizieren vermehrt über Smartphones und spätestens jetzt in der Corona Krise wird deutlich: Dieser Lebensstil passt nicht ganz zu unseren Bedürfnissen. Der Kontakt zur Natur, unserem körperlichen Zuhause, reduziert sich: Viele Menschen leben eng bebaut und kaufen Nahrungsmittel, zu denen der direkte Bezug fehlt.

Besonders die Menschen, die sensibel auf Reize reagieren, sind verständlicherweise schneller überfordert durch all die ich nenne sie mal vorsichtig „unmenschlichen“ Anforderungen.

Was ist bitte daran normal, ganze acht Stunden vor einem Bildschirm zu sitzen? Einige mögen das ganz gut verkraften, doch ist es aus meiner Sicht immens wichtig, dass anerkannt wird, dass ein solcher Arbeitsalltag auf vielen Ebenen gegen die natürlichen Bedürfnisse eines menschlichen Körpers arbeitet.

Ich will endlich nichts mehr müssen.

Einfach eine Runde liegen
Photo by Annie Spratt on Unsplash

Auf meine Haltung: „Der Körper sagt einem schon, was er braucht.“

Bekam ich einmal folgende Antwort, die ich sehr gut verstehen kann: „Naja, wenn ich immer auf meinen Körper hören würde, dann würde ich den ganzen Tag nur rum lungern, Chips und Schokolade fressen und wäre faul.“

Und wäre das nicht ein gerechtfertigtes Bedürfnis, wenn der Körper immer „schick“ drapiert werden muss, bevor andere ihn zu Gesicht bekommen, wenn er auf Knopfdruck funktionieren muss, wenn ich es erwarte, wenn er Trauer und Wut, natürlich ohne, dass Jemand dadurch zu Schaden kommt, nicht ausleben darf? Wenn wir ihn widerwillig zweimal die Woche ins Fitnessstudio schleifen und ihm dann zur Belohnung Fernsehen anbieten? Oder noch besser, wenn wir uns auf Instagram die dreifache Yogini-Mama reinziehen, die schlank und rank und braungebrannt mit blitzeweissen Zähnen am Strand posiert? „Sie betreibt Selbstinszenierung“, „braucht Anerkennung“ – so wird sie oft hingestellt. Dabei kann es ja tatsächlich auch sein, dass sie voll und ganz im Frieden mit sich ist und das auch zeigen will. Das wäre allerdings noch viel schlimmer auszuhalten, während wir es nicht sind, und uns nachdem die Kinder endlich schlafen auf dem Sofa mit Snickers-Eis und Serie trösten. Hier möchte ich keine weisen Ratschläge geben. Ich habe noch kein theoretisches Konstrukt gefunden, an dass ich mich bei der Bewältigung von (Selbstwert-)Problemen oder gar Krisen mit Erfolgsgarantie entlang hangeln könnte. Doch eines weiß ich für mich ganz persönlich mit Sicherheit: Billiger Trost betäubt alten Schmerz. Es reicht aus meiner Sicht vollkommen aus, ehrlich mit sich selbst zu sein. Die Verdrängung nicht mit der Entscheidung zur Freude zu verwechseln. Die eigenen Sehnsüchte und Wünsche zu kennen. Selbstfürsorge und Selbstliebe nicht mit Egoismus und Narzissmus zu vermischen.

Mindestens einmal pro Woche

In einem Gespräch mit Frauen haben ich einmal mitbekommen, wie eine von ihnen sagte: „Also aller mindestens einmal pro Woche muss man schon Sex mit seinem Mann haben. Sonst holt der sich das woanders.“

Meine Bauchdecke zieht sich zusammen, während ich diesen Satz schreibe. Ich fühle ein brennendes Prickeln im Solarplexus-Bereich und meine Kiefergelenke spielen mit ihren Muskeln. So viel zu körperlichen Reaktionen: Was ist das für eine grausige Ansicht? Wenn Liebe nicht die Grundlage ist, will ich es nicht. Ist das nicht das natürlichste der Welt? Hat nicht der vermeintliche Partner, mal abgesehen davon, dass Sex ein wichtiges Bedürfnis ist, bzw sein kann, ein saftiges Problem, wenn er so abhängig ist, dass er auf Biegen und Brechen seine Lust entfachen muss? Hat nicht die Partnerin ein saftiges Problem, wenn sie sich dazu zwingt, am besten noch terminlich, bereit zu stehen, um den „Akt“ über sich ergehen zu lassen? Hat nicht die Beziehung ein saftiges Problem, wenn Regeln über der Abstimmung der einzelnen Bedürfnisse stehen? Was ist das für ein merkwürdiges Phänomen, dass ich bisher vermehrt aus christlichen Kreisen kenne, welches besagt: „Männer haben ein starkes Bedürfnis, regelmäßig Sex zu haben. Frauen finden daran eher weniger. Daher sei es schon wichtig, darauf zu achten, dass der Mann sich regelmäßig entleeren könne.“

Ich entleere mich gleich über meinen Laptop! Weiblichkeit und Sinnlichkeit haben nichts mit Objetivität zu tun. Sie werden in der Tiefe des weiblichen Körpers als Urquelle körperlich-femininer Schöpferkraft geboren. Weibliche Sinnlichkeit ist das Geburtsrecht einer Frau – das freie Ausleben an anderen Menschen, die nicht damit einverstanden sind, ist es selbstverständlich nicht. Der Frau ist ebenso wenig wie dem Mann etwas „hinzuzufügen“. Auch in ihr ist alle Sinnlichkeit angelegt und kann zusätzlich entfacht werden, wenn der Partner, oder die Partnerin, das vermag ich nicht zu beurteilen, in seine/ihre Kraft tritt und sich zugänglich macht. Sexuelles Erleben ist eine tiefe Sinn-Erfahrung der eigenen Körperlichkeit, doch ich weiß: Sie ist subjektiv. Und es tut mir im Herzen weh, wenn Frauen in Beziehungen einer sexuellen Regelmäßigkeit standhalten, obwohl ihre Körper in der Tiefe nicht von ihnen oder ihren Partnern gesehen und geachtet werden. Ich vertrete die Meinung, dass ein solches Verhalten höchst ungesund ist. Es mag natürlich sein, dass der obige Satz, der als Ausgangspunkt einen äußerst in Wallung gebrachten Schreibstil in mir erzeugt hat, in diesem Gespräch ganz anders gemeint war, als ich ihn hier darstelle. Doch klingt es für mich, besonders dann, wenn ich über meine strenge, kirchliche Prägung nachdenke so, dass hier einmal mehr das eigene Empfinden den in Stein gemeißelten (Bibel-)Grundsätzen untergeordnet wird.

Gefühle sind gefährlich

Wer lange Zeit seine Grenzen und Bedürfnisse missachtet hat, der kann viel Frust angestaut haben.

Jemand sagte mir einmal, dass es nicht richtig sei, auf seine Emotionen zu hören. Gefühle seien unberechenbar und würden häufig einfach nur Schaden anrichten, wenn wir uns nach ihnen richteten. Auch hier verstehe ich den gut gemeinten Ratschlag. Ich sehe, dass es durchaus toxisch sein kann, wenn Emotionen unsere Handlungen bestimmen. Wir können einander stark verletzen und auch eine kräftig, egozentrische Haltung an den Tag legen. Doch wie viel mehr bestimmen unterdrückte Gefühle unsere Handlungen? Hier sehe ich das größere Problem: Unterdrückte Gefühle haben uns unbewusst in der Hand. Sie bewirken, dass wir unseren Frust auf andere projizieren, oder irgendwann anfangen auf bestimmten Ebenen gegen uns selbst zu kämpfen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Gefühle mir ganz unmissverständlich genau eine Botschaft liefern: Was mir wichtig ist.

Und wenn ich sie lange Zeit ignoriere, dann übernimmt mein Körper das Ruder und fragt: „Wann verstehst du es endlich?“ Er verspannt sich, zeigt unterschiedlichste Symptome, wird vielleicht sogar krank und müde. Hier sei nochmals erwähnt, dass ich keinesfalls glaube, es gäbe für jede körperliche Erkrankung eine klare Ursache, die seelischer Natur wäre und die man durch gute Reflexion einfach ausfindig machen könne. So simpel ist es eben nicht. Und doch bleibe ich dabei: Unterdrückte Gefühle können uns körperlich und/oder seelisch krank machen. Emotionen zu fühlen, ist vor allem eine körperliche Angelegenheit. Sie können sich in unserem Körper anstauen und so stark werden, dass wir Angst haben, die Kontrolle zu verlieren, wenn wir sie zulassen. In diesem Fall kann es hilfreich sein, sich diesen Gefühlen nicht allein zu stellen.

Wir leben in einer Gesellschaft, die suggeriert, dass positive Stimmungen, Spaß und Glücklichsein erstrebenswert sind. Das sehe ich grundsätzlich auch so: Wer leidet schon gerne? Und doch können wir die Polaritäten des Lebens nicht einfach ausschalten. Manchmal scheint es mir so, als hätten wir die Wahl: Entweder wir versuchen uns zu betäuben und leben eher an der Oberfläche, oder wir öffnen uns für das ganze Spektrum an Emotionen, die das Leben mit sich bringt. Dann leben wir nicht auf die vollen Kosten unseres Potentials und unserer Begeisterung. Dann kann nach jedem „Sturm“ die „Sonne“ wieder so richtig scheinen. Es ist äußerst herausfordernd, zu unterscheiden, wann wir verdrängen und wann wir uns uns für ein positives Mindset entscheiden.  

Die Zerrissenheit entsteht dort, wo wir sehnlichst etwas glauben und fühlen wollen (z.B. dass wir gut genug sind und geliebt), jedoch tatsächlich anders glauben und fühlen (z.B. dass wir eigentlich wertlos sind, oder böse). Ich denke, sich diese unbewussten Überzeugungen eingestehen zu können, ist ein Prozess, den wir nicht vollständig in der Hand haben.

Verbundenheit

Wir wohnen in zum niederknien kostbaren Körper-Systemen, die positiv auf Wahrhaftigkeit reagieren. Nicht um jeden Preis im Kontakt mit Anderen, doch mit immenser Wichtigkeit vor uns selbst, ist Authentizität die Grundlage für einen gesunden Umgang mit sich. Unsere Körper zeigen uns, was lebensförderlich ist und was uns und unser Umfeld destruktiv belastet. Der Schatz in dem wir wohnen ist unergründlich. Keine Fachrichtung hat ihn aus meiner Sicht je hinreichend beurteilen können. Wir sind ein leckerer Brei aus Körper, Seele und Verstand. Wer mag bestimmen, wo der eine Brei-Teil aufhört und der nächste anfängt?

Es im Leben ist nicht alles kognitiv ergründbar. Wir würden verrückt werden, wenn wir ständig alles auf dem Schirm hätten. Es geht auch nicht darum, jedes kleinste Detail im Alltag zu analysieren. Vielleicht geht es mehr darum, still zu werden und einfach zuzuhören. Sich zu bewegen und dabei wirklich im eigenen Körper anwesend zu sein. Das geht mit jeder Sportart. Ich liebe es, den Körper als Tool zu nutzen, um Lebenskünstlerin zu werden. Der Begriff der Lebenskunst ist ein schöner. Wenn du ihn nicht kennst, google doch mal.

Nun sei es leichter gesagt als getan, auf seinen Körper zu hören, wenn wir ihn lange Zeit missachtet haben. Wir tappen häufig in gewisser Weise im Dunkel. Es braucht Achtsamkeit und wohlwollende Selbsthinwendung, um wieder eine Verbindung zu sich herstellen zu können, vielleicht ist es notwendig, dass wir überhaupt erst wieder das „spüren“ und „zulassen“ erlernen. Und wir dürfen verdammt nochmal auch einen ganzen Tag im Bett bleiben, wenn uns danach ist. Dies ist kein Aufruf, um im Selbstmitleid zu versinken, sondern einer dazu, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Wenn wir ständig Angst haben, eine Depression zu erleiden, wenn wir weinen, dick zu werden oder die Kontrolle zu verlieren, wenn wir uns etwas gönnen usw und so fort… dann werden unsere Körper vor allem eines sein: Traurig.

Menschen dürfen Sex miteinander haben, wenn sie Lust haben. Der Vollständigkeit wegen sie hier noch erwähnt, dass diese natürlich auch entstehen kann, wenn man sich, obwohl kein direktes Verlangen besteht, erst einmal auf ein sexuelles Miteinander einlässt. Doch nicht mit dem Hintergedanken, dass es dann unmöglich sei, auszusteigen. Menschen mit Verletzungen brauchen die Sicherheit, sich um sie kümmern zu dürfen.

Nach langem Denken und Reifen bin ich nun zu dem Schluss gekommen, dass ich meinen Körper liebe, wenn ich ihn genauso kommen lassen kann, wie er nun mal gerade ist und ihm anschließend anbiete, dass er so nicht bleiben muss, wenn sich das für mich nicht gut anfühlt.

Damit sei das Wichtigste in einen Satz gepackt.

Doch zum Schluss bedarf es einer Formulierung, die die Schönheit dieser Erkenntnis beschreibt: Wir müssen niemals eine Situation oder eine Haltung aufrecht erhalten, die zu immer wieder neuem Leidensdruck führt. Schließlich ist es im Leben nicht nur erlaubt, sondern, so scheint es mir, sogar vom Leben erwünscht, seine Meinung stetig zu ändern. Für die meisten Menschen gehören dabei „up’s“ und „downs“ dazu. Ich wünsche dir und mir von Herzen die volle Wucht an körperlicher Leichtigkeit, Verbundenheit und pulsierenden Höhepunkten.

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Hi, ich bin Nelly und in erster Instanz Mama von einem kleinen Wirbelwind.
Seit kurzem bin ich nun Yoga Lehrerin für Mamas zur Rückbildung und plane mein Studium der Bewegungspsychologie.

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